Für welche Untersuchungen berechtigt mich die allgemeine Krankenversicherung?

Seit 1.1.2020 haben sich die Leistungen geändert. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte dem Menüpunkt Leistungen -> Allgemein.

Wie erfahre ich das Ergebnis des Krebsabstriches?

Sofern das Ergebnis unauffällig ausfällt, melden wir uns nicht bei Ihnen. Wenn Sie jedoch das Ergebnis erfahren möchten, können Sie sich gerne ab dem 14. Tag der Abstrichentnahme telefonisch erkundigen. Das Ergebnis kann Ihnen auch per Post, nach Entrichtung der Portokosten, zugeschickt werden. Im Falle einer kleineren Entzündung / Infektion, die bei der Krebsvorsorge entdeckt wurde und welche keine weiteren Voruntersuchungen erfordert, schicken wir Ihnen ein Rezept gerne per Post zu und bitten Sie, die Behandlung laut Beipackzettel durchzuführen. Damit wir uns vom Erfolg der Behandlung überzeugen können, bitten wir um eine Terminvereinbarung zur Kontrolle nach drei Monaten. Sollte das Ergebnis Ihres Abstriches auffällig ausfallen, werden Sie telefonisch oder schriftlich von uns informiert. Ein umgehender Wiedervorstellungstermin in unserer Praxis ist nötig, um die Einzelheiten der Weiterbehandlung zu besprechen.

Kann ein Rezept per Post zugeschickt werden?

Wenn es sich um ein in der Vergangenheit von unserer Praxis bereits verschriebenes Medikament handelt und Sie in dem betreffenden Quartal bereits in unserer Praxis waren, schicken wir Ihnen nach vorherigem Begleichen der Portokosten gerne das Rezept per Post zu. Bitte melden Sie diesen Wunsch vorher telefonisch bei uns an.

Ist ein Termin für das Ausstellen eines Rezeptes nötig?

Insofern Sie ein von uns verschriebenes Medikament regelmäßig benutzen und Sie keine Beschwerden haben, können Sie auch ohne vorherige Terminvereinbarung ein Rezept in unserer Praxis abholen. Wenn es sich um eine Neuverschreibung handelt bitten wir Sie um eine vorherige Terminvereinbarung, damit wir genügend Zeit haben, Ihnen die korrekte Einnahme des Medikamentes zu erläutern.

Ich habe einen Brief erhalten, mit der Info dass ich eine HPV Infektion habe. Was bedeutet das?

Das bedeutet, dass Sie mit einen oder mehreren Typen der Humanes Papillona Virus infiziert sind, aber nicht notwendigerweise erkrankt sind. Anhand eines einzelnen HPV-Testergebnisses kann auch nicht festgestellt werden, wann die Infektion stattgefunden hat – erst kürzlich oder schon vor vielen Jahren.

WIE VIELE UNTERSCHIEDLICHE HPV VIREN GIBT ES?

Über 240! Wesentlich für eine Erkrankung im Genitalbereich sind davon etwa 40 verschiedene Typen.

WIE WIRD HPV ÜBERTRAGEN?

Beim Geschlechtsverkehr, auch beim intimen Hautkontakt und bei der Verwendung von Sexspielzeugen.

WIE HÄUFIG IST EINE HPV-INFEKTION?

HPV ist hochinfektiös! Mehr als 80% der sexuell aktiven Männer und Frauen infizieren sich im Laufe ihres Lebens, nicht selten auch mehrmals. Bei etwa 80% der HPV-Infizierten ist das Virus nach etwa 12 Monaten molekularbiologisch nicht mehr nachweisbar.

WIE WIRD HPV BEHANDELT?

Eine HPV-Infektion kann nicht gezielt behandelt werden. Die körpereigene Abwehr (das Immunsystem) muss damit fertig werden. Maßnahmen, die die Körperabwehrleistung steigern, können unterstützend wirken.

IST DIE HPV-IMPFUNG SINNVOLL?

Ja, die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen ist sinnvoll, um das Infektionsrisiko zumindest für die sogenannten Hochrisiko-Typen und für zwei Niedrigrisiko-Typen zu reduzieren, die Genitalwarzen hervorrufen können.

Ab einem gewissen Alter (wenn die Kosten der Impfung nicht mehr durch die Krankenkasse gedeckt werden und / oder man bereits einen festen Lebenspartner hat) ist aber der jährliche Krebsabstrich sinnvoller. 

BEKOMME ICH GEBÄRMUTTERHALS-KREBS (EIN ZERVIXKARZINOM) WEIL MEIN HPV-TEST POSITIV IST?

Für regelmäßige Teilnehmerinnen an der Vorsorgeuntersuchung ist dieses Risiko verschwindend gering.

Damit eine Krebserkrankung entsteht, müssen in den Körperzellen zahlreiche Störungen nacheinander auftreten. Nur wenn diese durch die Reparaturmechanismen und Abwehrsysteme des Körpers nicht beseitigt werden können, treten Zellatypien auf, die zu einem Karzinom führen können. Die Vorstufen der Krebserkrankung werden in der Regel im Zellabstrich erkannt, der bei den Vorsorgeuntersuchungen abgenommen wird. Dann kann eine Behandlung erfolgen noch bevor es zum Ausbruch der Krebserkrankung kommt.

SOLL MEIN PARTNER SICH JETZT AUCH AUF HPV TESTEN LASSEN?

Nein, weil es keinen Unterschied macht. Er hat höchstwahrscheinlich das gleiche Ergebniss und es kann ohnehin nichts dagegen getan werden. Achten sie beide einfach auf ein gutes Immunsystem und eine solide Partnerschaft. 

 WIE KANN MAN EINE INFEKTION MIT HPV VIREN VERMEIDEN?

Nicht vollständig, wenn man sexuell aktiv ist. Da HP-Viren so weit verbreitet sind, kann man sich bereits beim ersten intimen Kontakt mit HPV anstecken. Wer sich sicher vor einer Ansteckung schützen wollte, müsste völlig enthaltsam sein oder einen Partner haben, die oder der ebenfalls keine anderen intimen Kontakte hat und hatte. Das Benutzen eines Kondoms kann das Infektionsrisiko vermindern, aber ein vollständiger Schutz vor beiderseitigem engen Hautkontakt ist praktisch nicht möglich.

Der bisher einzige Weg sich erfolgreich vor der Infektion mit den wichtigsten sogenannten Hochrisiko-HPV und den Auslösern von Genitalwarzen zu schützen ist die HPV-Impfung.

WANN SOLL ICH NÄCHSTES MAL ZUR KONTROLLE KOMMEN?

Die Krankenkasse bezahlt die Folgeuntersuchung 6 – 12 Monaten nach Diagnosestellung.

Nach der 12 Monaten können die Kontrolluntersuchungen nur noch auf eigene Kosten erfolgen.

Wieso ist mein HPV-Test plötzlich positiv, obwohl ich jedes Jahr an der regelmäßigen Vorsorge teilgenommen habe?

Der HPV Test ist eine neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wenn Sie bislang keinen Test auf eigene Kosten (IGeL) veranlasst haben, dann wurden Sie bisher nicht auf HPV getestet. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten erst seit dem 01.01.2020, nur für über 35 Jährige und nur alle 3 Jahre. Bitte verwechseln Sie nicht den bisherigen jährlichen, zytologischen Krebsabstrich mit dem neuen HPV Test. Das Vorhandensein der Human Papillona Viren kann verursachen, dass der zytologische Krebsabstrich eventuell irgendwann positiv ausfällt.